Gewinner des Wolf Durmashkin Composition Awards

München, 19. Februar 2018

Es gibt wohl kaum einen symbolischeren Ort für die Sitzung der Jury als die heutige  Hochschule für Musik und Theater München im ehemaligen “Führerbau” in der Arcisstraße.

Erstmals wurde ein Kompositionspreises vergeben, der einem jüdischen Komponisten gewidmet ist, der 1944 Opfer des nationalsozialistischen Terrors und Holocaust wurde: Wolf Durmashkin

In eine anonymen Verfahren wurden die Siegerkompositionen durch die siebenköpfige Jury ermittelt:

Die vier Fachpreisrichter für den Bereich Musik und Komposition, Prof. Dr. Bernd Redmann (HMTM), Prof. Jan Müller-Wieland (HMTM), Prof. Tilman Jäger (HMTM), Mark Mast (Bayerische  Philharmonie) sowie die drei Sachpreisrichter Sonia Beker (Angehörige der Familie Durmashkin und eigens aus den USA angereist), Martin Schleske (Geigenbauer aus Landsberg), Jennifer Czorny (Landsberger Jugendliche der Schülerarbeitsgruppe KZ-Außenlager Lager VII), waren sich –  berührt vom einzigartigen und einfühlsamen Umgang mit der Thematik des Wettbewerbes – schnell einig.

Der erste Preis wurde an die Komponistin, Bracha Bdil, aus Israel vergeben, die sich seit Jahren mit diesem Thema beschäftigt.

Umso mehr wurde sich die Jury nach Aufhebung der Anonymisierung bewusst, eine symbolträchtige Entscheidung getroffen zu haben, die dem Geist des Wettbewerbs entspricht.

Die Preisträger des ersten Wolf Durmashkin Composition Awards sind:

1. Preis: BRACHA BDIL
Wohnort/Land: Jerusalem/ Israel, Jahrgang 1988

2. Preis: ROSE MIRANDA HALL
Wohnort/Land: York, England, Jahrgang 1991

3. Preis: OTTO WANKE
Wohnort/Land: Wien/Österreich, Jahrgang 1989

Die Preisverleihung findet am 9. Mai 2018 in Landsberg am Lech statt.

Die Uraufführung der drei Werke erfolgt am 10. Mai 2018 ebenfalls in Landsberg am Lech in Anwesenheit der Nachkommen des Namesgebers Wolf Durmashkin und weiterer Ehrengäste und Zeitzeugen.

Foto: Conny Kurz

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